Schieferfassaden: modern, wetterbeständig und hochwertig

„Das ist doch alles nur Fassade“, heißt es häufig, wenn Echtheit und Qualität des äußeren Erscheinungsbildes Zweifel aufwerfen. Das mag bei einigen Baumaterialien durchaus der Fall sein. Bei einer Schieferfassade besteht aber keinerlei Grund zur Annahme, dass ein Blick hinter die Kulisse nicht das hält, was die Vorderansicht verspricht. Der Naturwerkstoff Schiefer bewährt sich bereits seit vielen Jahrhunderten nicht nur auf dem Dach, sondern auch als Fassadenverkleidung.

Entscheidung für eine Fassade mit Schiefer liegt in der langen Haltbarkeit, der enormen Wetterbeständigkeit und der hohen Wirtschaftlichkeit des Werkstoffs begründet. Gleichzeitig handelt es sich bei dem atmungsaktiven Schutzmantel um eine optisch äußerst ansprechende Lösung. Diese ist den feinen Strukturen und den natürlichen Farbnuancen sowie der minimalen Schmutzanfälligkeit von Schiefer geschuldet.

Für alle Wetter gewappnet!

Gerade im Hinblick auf die kühle und dunkle Jahreszeit mit ihren durchaus unberechenbaren Stürmen, Niederschlägen und Temperaturschwankungen, stellt sich als Hausbesitzer die Frage, wie gut die Gebäudehülle vor Wetterkapriolen geschützt ist. Schieferfassaden schneiden in diesem Bereich sehr gut ab, denn sie bieten selbst extremen Witterungsbedingungen die Stirn. Frost, Hitze und Feuchtigkeit können dem Schiefer nichts anhaben. Der Werkstoff eignet sich deshalb auch hervorragend für die westlich oder nördlich gelegene sogenannte „Wetterseite“ eines Hauses und bietet beispielsweise einen sehr guten Schutz vor Schlagregen. Gepaart mit den anderen vorteilhaften Eigenschaften von Schiefer – hohe Materialqualität, hochwertige Verarbeitung, vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten und Rohstoff-Sicherheit – entsteht eine durch und durch wirtschaftliche Fassadenverkleidung, die nicht selten Generationen überdauert.

Schieferfassaden sanieren und renovieren

Der Wartungsaufwand einer Fassade mit Schiefer nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Zum einen ist der Werkstoff sehr robust. Zum anderen sind weder eine spezielle Reinigung noch eine Auffrischung der Oberfläche erforderlich. In regelmäßigen Abständen sollte die Schieferfassade im Detail geprüft werden. Witterungsbedingt kann es vorkommen, dass auf einzelnen Platten Risse entstehen. Werden diese früh genug von einem Fachmann mithilfe von Flickeisen und Reparaturhaken ausgetauscht, sind keine großflächigeren Instandsetzungsarbeiten notwendig. Eine regelmäßige Fassadenwartung wird deshalb wärmstens empfohlen. Übrigens: Auch wer bislang auf eine Front aus Putz, Naturstein oder Holz gesetzt hat, kann die Fassade mit Schiefer verkleiden. Eine nachträgliche Sanierung ist problemlos möglich, sofern der Untergrund aus einem stabilen und tragfähigen Material besteht.

Schiefer Deckarten für Fassade

Bei der optischen Gestaltung haben Bauherren zahlreiche Möglichkeiten. Sie können wählen, ob sich die Hausfront harmonisch in die Umgebung einfügt oder doch lieber alle Blicke auf sich zieht. Auf Wunsch zeigen sich Schieferfassaden modern, klassisch, zurückhaltend oder auffällig. Ein maßgebliches Gestaltungselement ist hierbei die Deckungsart. Wer die Fassade mit Schiefer verkleiden möchte, sollte sich im Vorfeld bereits ein paar Gedanken zu den verschiedenen Deckungen machen. Zu den möglichen Varianten gehören:

• Altdeutsche Deckung

• Schuppendeckung

• Bogenschnittdeckung

• Dynamische Deckung

• Rechteck-Doppeldeckung

• Großformatige Deckung

• Spitzwinkeldeckung

• Wabendeckung

• Gezogene Rechteck-Doppeldeckung

• Dekorative Deckung

Auch aus energetischer Sicht einwandfrei

Ob Dach, Fassade oder Boden, das Thema Dämmung ist allgegenwärtig, wenn es beim Hausbau oder im Rahmen einer Renovierung um die Gebäudehülle geht. Schiefer muss sich dabei keinesfalls hinter anderen Materialien verstecken, denn eine fachgerecht ausgeführte vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) aus Schiefer erfüllt die gesetzlich vorgegebenen Dämmwerte mit Leichtigkeit und fördert sowohl den winterlichen als auch den sommerlichen Wärmeschutz. Wichtig ist der korrekte Auf- und Unterbau der Schieferfassade, der sich aus einer Dämmebene auf der tragfähigen Wand, einer Luftschicht beziehungsweise Unterspannbahn sowie einer Konterlattung und Lattung, auf der wiederum der Schiefer verlegt wird, zusammensetzt.

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