Denkmalpflege in der Architektur: die Kunst des Bewahrens

Schiefer findet bereits seit Jahrhunderten als Baustoff Verwendung. Den Beweis liefern zahlreiche Schieferdächer auf denkmalgeschützten Gebäuden. Der natürliche Werkstoff zeichnet sich durch eine sehr hohe Langlebigkeit und enorme Wetterfestigkeit aus. Die Aufgabe besteht nun darin, das historische Gebäude in seiner ursprünglichen Form und Schönheit zu erhalten.

Ablauf einer Schiefer Neudeckung in der Denkmalpflege

Bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden gilt, möglichst die gleichen Anwendungstechniken und Werkstoffe wie beim Original zu verwenden. Ein Schieferdach sollte nach den Instandsetzungsarbeiten im Idealfall also immer noch – oder wieder – ein Schieferdach sein. Zu den wichtigsten Arbeitsschritten vor der Neudeckung mit Schiefer gehören:

• Veranlassung einer detaillierten Befundsicherung mit Schadensanalyse (z. B. Fotos von der Dacharchitektur und konstruktionsbedingten Schwachstellen, Details zur vorhandenen Schieferdeckung notieren)

• gegebenenfalls Erstellung eines Tragwerksgutachten bei Eingriffen in das Dachtragwerk

• Prüfung durch ausführenden Dachdeckerbetrieb, ob bauseits geforderte Schieferdeckung den aktuellen technischen Regeln entspricht

• Erkennen und Entschärfen konstruktionsbedingter Schwachstellen

• Ausführung der Schiefer Neudeckung nach Befund, also analog zum vorgefundenen Original, oder als abweichende Alternative, etwa unter Berücksichtigung der aktuellen Fachregeln, auch wenn diese im Vergleich zum Ursprungszustand optische Veränderungen mit sich bringen

Architektur und Denkmalpflege: die rechtliche Seite

Wie alle Baumaßnahmen unterliegen auch Neudeckungen mit Schiefer dem Bauordnungsrecht. Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz, kommen außerdem die Denkmalschutzgesetze mit ins Spiel. Diese gelten im Zweifel auch ohne Einwilligung des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten. Leistungen im Rahmen der Denkmalpflege regeln unter anderem das Bauamt, die Bauaufsichtsbehörde, die Denkmalbehörde und das verantwortliche Landesamt für Denkmalpflege sowie die Fachregeln des jeweiligen Handwerks.

Das Denkmalpflege-Studium

Bauen im Bestand und Denkmalpflege bilden in der Architektur eigene Schwerpunkte. Deshalb werden in speziellen postgradualen Studiengängen mit dem Abschluss Master gezielt denkmalpflegerische Inhalte gelehrt. Eine weitere Option, Fachwissen zur Altbauinstandsetzung zu erlangen, sind berufliche Weiterbildungen zum Thema.

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